Musikvereinigung                       Münsterhausen seit 1805 e.V.

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Die Jugendkapelle im Jahr 2005

Die Chronik der Jugendkapelle
 
1951 – 1955

"Wer die Jugend für sich gewinnt, dem gehört die Zukunft!" Dieser Prämisse waren sich die Verantwortlichen der Musikkapelle schon relativ früh bewusst. Bereits im Jahre 1951, in einer Zeit, in der so manche Musikkapelle nach den schweren Jahren des 2. Weltkrieges am Neuanfang stand, wurde in Münsterhausen mit der Ausbildung von Jungbläsern begonnen und eine Jugendkapelle aufgebaut. Der ehemalige Militärmusiker Jakob Treitz leistete unermüdliche Jugendarbeit und trat mit seinen „Schülerkapellen“ jährlich mehrmals an die Öffentlichkeit. So auch am 11. November 1951 im „Sternsaal“ in Thannhausen. 11 Jungmusiker sind aus Münsterhausen dabei und bilden den Grundstock der entstehenden Jugendkapelle Münsterhausen: Anton Höck, Josef Miller, Klemens Hafner, Josef Bussinger, Ernst Fahrenschon, Georg Kriener, Werner Veit, Josef Swoboda, Josef Ils, Paul Hartinger und Eugen Miller. 1955 wurden alle Jungbläser in die Blaskapelle integriert. In den folgenden Jahren wurde nur vereinzelt und bei „Bedarf“ ausgebildet. 

1965 – 1969 

1965 startete man einen Neuaufbau, wiederum auf Betreiben von  Jakob Treitz. Über ein Dutzend interessierter Jugendlicher bildeten damals den Grundstock für eine eigenständige, spielfähige Jugendkapelle. Bereits drei Jahre später, 1968 nahm die Kapelle beim 11. Bezirksmusikfest in Wattenweiler beim Wertungsspiel teil. Leider gab es nur einen „2. Rang“. Im Jahr 1969 wurde die Jugendkapelle durch die Aufnahme der Jungmusikanten in die Blaskapelle aufgelöst.

 1972 – 1978 

Nach knapp drei Jahren wurde 1972 ein Neuaufbau in Angriff genommen. 16 Jungmusikanten nahmen die Ausbildung auf. Die Ausbildung oblag wiederum Jakob Treitz, tatkräftig unterstützt durch Hermann Pfannenstiel. Im Mai 1975 trat die Jugendkapelle beim Frühjahrskonzert unter der Leitung von Hermann Pfannenstiel erstmals öffentlich in einem Konzert auf. Mehrere Jungbläser wurden im Jahr 1975 wiederum in die Blaskapelle integriert, aber gleichzeitig mit der Ausbildung von 10 Zöglingen ein Neuaufbau gestartet. Nach dem Jugendmusikertreffen im Mai 1978 in Tafertshofen wechselten alle Musiker der Jugendkapelle in die Blaskapelle.

 1978 – 2006 

Die Gründung der jetzigen Jugendkapelle kann wohl auf den 28. August 1978 datiert werden. Mit den in Ausbildung befindlichen Zöglingen begann Dirigent und Ausbilder Bernhard Miller an diesem Tag mit einer ersten Probe einen Neuaufbau. Der erste öffentliche Auftritt fand schon kurze Zeit später mit 11 Musikanten am 16. September 1978 beim Stadtfest  in Thannhausen statt. Von nun an ging es stetig bergauf. Nach einem Ausflug in`s „Alpamare“ nach Bad Tölz spielte man im Juli 1979 bei einem Kindergartenfest in Münsterhausen groß auf. Beim Großkonzert des Bezirkes 11 (ASM) zum 30-jährigen Bestehen in der Dreifachturnhalle in Krumbach 1981 war man mit dabei, ebenso wie beim traditionellen Gartenfest der FFW Münsterhausen. Auf mittlerweile 25 Musiker war die Kapelle angewachsen. Im Jahr 1982 konnte erstmals nach über 15-jähriger Pause wieder an Wertungsspielen teilgenommen werden. 1983 wurde die Jugendkapelle mit einer Tracht eingekleidet. Ihren ersten Auftritt in der schmucken einheitlichen Tracht hatten die Jugendlichen im März 1983 beim „Jugendkonzert“ in Krumbach zugunsten der Renovierung der Reichertsrieder Kapelle. Jungbassist Karl Gaa half dabei der „Städtischen Musikschule Krumbach“  spontan ohne vorherige Probe aus.

Im Februar 1984 übernimmt Manfred Miller die Leitung der Jungmusiker. Beim Maibaumaufstellen gaben die Jungmusiker eine Kostprobe ihres Könnens. Seinen ersten Auftritt bei Wertungsspielen wagte Manfred Miller mit seinen Zöglingen beim 15. Bundesmusikfest in Wertingen im Jahr 1986. Ein „1. Rang mit Belobigung“ in der Anfängerstufe war der verdiente Lohn. Das gleiche Ergebnis wurde beim  Bezirksmusikfest in Billenhausen eingefahren. Schon besser lief es anschließend beim Bezirksmusikfest in Ellzee. Mit 118 Punkten wurde ein „1. Rang mit Auszeichnung“ erspielt. Ein Tagesausflug führte die Jugendlichen im Juli nach Rust in den „Europapark“. Die Jugendkapelle ist im Jahr 1991 mittlerweile auf 38 Mitglieder angewachsen. Einem Ausflug zur „Altweibermühle Tripsdrill“ mit Standkonzert folgte ein Auftritt beim Kellerbergfest in Balzhausen. 1992 wird das Probenlokal im Pfarrheim bezogen. Beim 29. Bezirksmusikfest in Attenhausen erzielt man einen „1. Rang mit Belobigung“ in der Mittelstufe. Jeweils ein „1. Rang mit Auszeichnung“ wurde in der Mittelstufe beim Landesmusikfest in Füssen und beim Bezirksmusikfest in Wattenweiler im Jahr 1995 eingespielt. Manfred Miller wird bei der Frühjahrsversammlung des Bezirkes 11 (ASM) 1997 zum stellv. Bezirksdirigenten gewählt. Beim internationalen Wettbewerb „Euroton International“ in Wertingen erspielte sich die Jugendkapelle 91,1 von 100 möglichen Punkten und erreichte damit als einzige „dörfliche“ Jugendkapelle den 6. Platz bei 12 Teilnehmern in der Schwierigkeitsstufe „Mittel“. Beim Probenwochenende 1998 in Benediktbeuren wurde der Jugendrat in`s Leben gerufen, um die Vorstandschaft, bei Organisation und Durchführung von Aktionen der Jugendkapelle, nicht mit Arbeit zu überhäufen. Der Jugendrat organisierte 1999 auf Vorschlag des langjährigen Jugendleiters Thomas Huber hin die erste Münsterhauser Rockmesse, einen etwas „ver-rückten“ Gottesdienst, umrahmt von der Jugendkapelle. Die erste Rockmesse war sofort ein Erfolg, so dass  sie seither jährlich aufgeführt wird. Sogar eine kleine „Rockmesse-Tournee“ nach Kirchheim/Schwaben  im Jahr 2000 war schon im Programm der Jungmusiker. Zusammen mit dem Städt. Jugendblasorchester Burgau und der Jugendkapelle Erolzheim-Kirchberg gestaltete man im Juli eine beeindruckende Abendserenade in Burgau. 

Ab September 2002 wurde ein Großteil der Jugendkapelle in die Musikkapelle integriert und Patrick Scheel übernahm dann die durch Nachwuchs und Jungmusiker neu zusammengewürfelte Kapelle. Die größte Aufgabe bestand darin, die Jungmusiker, welche erst drei Jahre musizierten zu einem gehobenen Niveau zu führen. 2005 war dann der Höhepunkt erreicht und man erspielte sich zum erstenmal in der Mittelstufe bei den Wertungsspielen in Behlingen/Ried das höchste Prädikat: „einen ausgezeichneten Erfolg“. Patrick Scheel führte also innerhalb von drei Jahren die anfängliche Nachwuchskapelle wieder hin zu einer der besten Jugendkapellen im Bezirk

So wurde 2004 ein allein von der JK organisiertes Straßenfest unter dem Motto „Ab in den Süden“ vorbereitet und durchgeführt. Die enorme Begeisterung beim Publikum forderte dann 2005 eine Wiederholung, bei dem die Linedance-Gruppe, „American-Legs“, als Gäste organisiert werden konnten.
Doch wurde 2004 auch das 25-jährige Bestehen kräftig gefeiert und eine große öffentliche Geburtstagsparty (Konzert) mit drei Jugendkapellen und anschließendem Rockabend durchgeführt.
Auch steht der Nachwuchs bei den Jugendlichen ganz oben und so wurde ein Höhepunkt der besonderen Art aufgeführt. Zum allerersten Mal im Bezirk wurde ein Kinder-Mitmach-Musical von JK und Kinderchor „Pusteblume“ aufgeführt. „Max der Regenbogenritter“ war 2005 der Höhepunkt bei Alt und Jung und ein durchschlagender Erfolg.

Doch auch in den Konzerten lassen sich die Jugendlichen etwas einfallen. Ob 2002 mit einem Pistolenschuss die Weltreise eröffnet, 2003 das „Phantom der Oper“ bei Kerzenschein gesucht oder 2005 der Kaiserin Elisabeth 200 Rosen dargeboten wurden, es war immer Abwechslung und Extravaganz präsent. So wurde die Kapelle dann auch 2004 nach Krumbach zu „Jugend in Concert“ eingeladen und erhielt große Anerkennung.

Die Jugendkapelle zählt derzeit 26 Mitglieder.