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Unser Musikheim

Jahrzehntelang hatten
die Münsterhausen Musiker ihr „Wohnzimmer“ im Gasthaus „Zur Steig“ und waren bei
den Wirtsleuten Ernst und Ida Fahrenschon bestens aufgehoben. Neben den Proben
wurden auch alle Veranstaltungen zunächst im „Alten Saal“, später im sog.
„Siebenschwabensaal“ durchgeführt. Als sich abzeichnete, dass die Wirtsleute in
Ruhestand gehen würden, hofften die Musiker noch darauf, dort auch weiterhin
üben zu können. Im Herbst 2002 wurde die „Steig“ allerdings geschlossen, so dass
es galt, sich nach einer neuen Bleibe umzusehen.
Vorübergehend dienten dann das Pfarrheim, der Schulpavillon und die
Mehrzweckhalle als Unterkunft. Der Wunsch nach einem eigenen Proberaum ließ sich
nicht länger verbergen. Planungen gab es genug. Wieder verworfen wurde ein Anbau
an die Mehrzweckhalle, da dies im Marktrat keine Mehrheit fand. Gleichfalls zog
man das Dachgeschoss der „Lammwirtschaft“ in die Überlegungen ein. Hier fehlte
letztlich ein Gesamtkonzept für die Nutzung des historischen Gebäudes.
Die Marktgemeinde hatte den Musikern danach ein freies Grundstück nördlich des
Schützenheimes angeboten. Im September 2003 einigte man sich darauf, an dieser
Stelle einen Neubau ins Auge zu fassen. Am 15. Mai 2004 erfolgte dann die
Grundsteinlegung. In rund 7.000 Arbeitsstunden erbauten die Musiker in
umfassender Eigenleistung ihre eigenen vier Wände, die insgesamt 269
Quadratmeter Nutzfläche umfassen. Neben dem Proben- und Aufenthaltsraum verfügt
das Heim auch über eine großzügige Küche.
Schon am 24.Juli 2004 konnte Richtfest gefeiert werden.
Herausragend war jedoch nicht nur der Arbeitseifer der Musiker, sondern auch die
Art und Weise der Finanzierung. Von der Gemeinde gab es ein zinsloses Darlehen
in Höhe von 50.000 Euro und der Kreis bezuschusste die Baukosten mit 6.000 Euro.
Die restlichen –immer noch erheblichen- finanziellen Mittel wurden aus Spenden,
Eigenmitteln und einem Bankdarlehen aufgebracht.
Gerd Miller, der die bauorganisatorische Gesamtleitung inne hatte, ist stolz auf
seine Musikkameraden: „Jeder hat sein Können eingebracht“.
Neben all den Helfern ist aber auch Ehrenvorstand Josef Miller mit seinem Team
hervorzuheben, der die Planungen und Organisation während der Woche leitete.
Dass Bauarbeit aber nicht nur Männerarbeit ist, hatten die Damen und Mädchen des
Vereins bewiesen. Sie haben es sich nicht nehmen lassen, voll mit anzupacken:
von Steine und Dachziegel schleppen über Mörtel anrühren bis zum Innenausbau war
ihnen keine Arbeit zu schwer.
Schon Ende November 2004 war der Proberaum bezugsfertig und ein Probenwochenende
konnte darin abgehalten werden. Gespannt war man auf die Akustik. Hier hatte
jedoch Peter Huber mit seinem entsprechendem Spezialwissen (Studium der
technischen Physik) beste Vorarbeit geleistet und ideale Verhältnisse
geschaffen.
Nach restlichen Außenarbeiten im Frühjahr 2005 konnte mit einem Zweitagesfest am
25. u. 26. Juni 2005 die Einweihung gefeiert werden.
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