Chroniken

Jugendkapelle

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Highlights

Ab September 2002 wurde ein Großteil der Jugendkapelle in die Musikkapelle integriert und Patrick Scheel übernahm die durch Nachwuchs und Jungmusiker neu zusammengesetzte Kapelle. Die größte Aufgabe bestand darin, die Jungmusiker, welche erst drei Jahre musizierten zu einem gehobenen Niveau zu führen. 2005 war dann der Höhepunkt erreicht und man erspielte sich zum ersten Mal in der Mittelstufe bei den Wertungsspielen in Behlingen/Ried das höchste Prädikat: „einen ausgezeichneten Erfolg“. Patrick Scheel führte also innerhalb von drei Jahren die anfängliche Nachwuchskapelle wieder hin zu einer der besten Jugendkapellen im Bezirk. 2004 wurde ein allein von der Jugendkapelle organisiertes Straßenfest unter dem Motto „Ab in den Süden“ vorbereitet und durchgeführt. Die enorme Begeisterung beim Publikum forderte dann 2005 eine Wiederholung, bei dem die Linedance-Gruppe, „American-Legs“, als Gäste organisiert werden konnten. Doch 2004 wurde auch das 25-jährige Bestehen kräftig gefeiert und eine große öffentliche Geburtstagsparty (Konzert) mit drei Jugendkapellen und anschließendem Rockabend durchgeführt. Auch der Nachwuchs steht  bei den Jugendlichen ganz oben und so wurde ein Höhepunkt der besonderen Art aufgeführt. Zum allerersten Mal im Bezirk wurde ein Kinder-Mitmach-Musical von unserer Jugendkapelle und dem Kinderchor „Pusteblume“ aufgeführt. „Max der Regenbogenritter“ war 2005 der Höhepunkt bei Alt und Jung und ein durchschlagender Erfolg. Doch auch in den Konzerten lassen sich die Jugendlichen etwas einfallen. Ob 2002 mit einem Pistolenschuss die Weltreise eröffnet, 2003 das „Phantom der Oper“ bei Kerzenschein gesucht oder 2005 der Kaiserin Elisabeth 200 Rosen dargeboten wurden, es war immer Abwechslung und Extravaganz präsent. So wurde die Kapelle dann auch 2004 nach Krumbach zu „Jugend in Concert“ eingeladen und erhielt große Anerkennung.

Die Jugendkapelle ist im Jahr 1991 mittlerweile auf 38 Mitglieder angewachsen. Einem Ausflug zur „Altweibermühle Tripsdrill“ mit Standkonzert folgte ein Auftritt beim Kellerbergfest in Balzhausen. 1992 wird das Probenlokal im Pfarrheim bezogen. Beim 29. Bezirksmusikfest in Attenhausen erzielt man einen „1. Rang mit Belobigung“ in der Mittelstufe. Jeweils ein „1. Rang mit Auszeichnung“ wurde in der Mittelstufe beim Landesmusikfest in Füssen und beim Bezirksmusikfest in Wattenweiler im Jahr 1995 eingespielt. Manfred Miller wird bei der Frühjahrsversammlung des Bezirkes 11 (ASM) 1997 zum stellv. Bezirksdirigenten gewählt. Beim internationalen Wettbewerb „Euroton International“ in Wertingen erspielte sich die Jugendkapelle 91,1 von 100 möglichen Punkten und erreichte damit als einzige „dörfliche“ Jugendkapelle den 6. Platz bei 12 Teilnehmern in der Schwierigkeitsstufe „Mittel“. Beim Probenwochenende 1998 in Benediktbeuren wurde der Jugendrat in`s Leben gerufen, um die Vorstandschaft, bei Organisation und Durchführung von Aktionen der Jugendkapelle, nicht mit Arbeit zu überhäufen. Der Jugendrat organisierte 1999 auf Vorschlag des langjährigen Jugendleiters Thomas Huber hin die erste Münsterhauser Rockmesse, einen etwas „verrückten“ Gottesdienst, umrahmt von der Jugendkapelle. Die erste Rockmesse war sofort ein Erfolg, so dass  sie seither jährlich aufgeführt wird. Sogar eine kleine „Rockmesse-Tournee“ nach Kirchheim/Schwaben  im Jahr 2000 war schon im Programm der Jungmusiker. Zusammen mit dem Städt. Jugendblasorchester Burgau und der Jugendkapelle Erolzheim-Kirchberg gestaltete man im Juli eine beeindruckende Abendserenade in Burgau. 

Beim Großkonzert des Bezirkes 11 (ASM) zum 30-jährigen Bestehen in der Dreifachturnhalle in Krumbach 1981 war man mit dabei, ebenso wie beim traditionellen Gartenfest der FFW Münsterhausen. Auf mittlerweile 25 Musiker war die Kapelle angewachsen. Im Jahr 1982 konnte erstmals nach über 15-jähriger Pause wieder an Wertungsspielen teilgenommen werden. 1983 wurde die Jugendkapelle mit einer Tracht eingekleidet. Ihren ersten Auftritt in der schmucken einheitlichen Tracht hatten die Jugendlichen im März 1983 beim „Jugendkonzert“ in Krumbach zugunsten der Renovierung der Reichertsrieder Kapelle. Jungbassist Karl Gaa half dabei der „Städtischen Musikschule Krumbach“  spontan ohne vorherige Probe aus. Im Februar 1984 übernimmt Manfred Miller die Leitung der Jungmusiker. Beim Maibaumaufstellen gaben die Jungmusiker eine Kostprobe ihres Könnens. Seinen ersten Auftritt bei Wertungsspielen wagte Manfred Miller mit seinen Zöglingen beim 15. Bundesmusikfest in Wertingen im Jahr 1986. Ein „1. Rang mit Belobigung“ in der Anfängerstufe war der verdiente Lohn. Das gleiche Ergebnis wurde beim  Bezirksmusikfest in Billenhausen eingefahren. Schon besser lief es anschließend beim Bezirksmusikfest in Ellzee. Mit 118 Punkten wurde ein „1. Rang mit Auszeichnung“ erspielt. Ein Tagesausflug führte die Jugendlichen im Juli nach Rust in den „Europapark“.

Nach knapp drei Jahren wurde 1972 ein Neuaufbau in Angriff genommen. 16 Jungmusikanten nahmen die Ausbildung auf. Die Ausbildung oblag wiederum Jakob Treitz, tatkräftig unterstützt durch Hermann Pfannenstiel. Im Mai 1975 trat die Jugendkapelle beim Frühjahrskonzert unter der Leitung von Hermann Pfannenstiel erstmals öffentlich in einem Konzert auf. Mehrere Jungbläser wurden im Jahr 1975 wiederum in die Blaskapelle integriert, aber gleichzeitig mit der Ausbildung von 10 Zöglingen ein Neuaufbau gestartet. Nach dem Jugendmusikertreffen im Mai 1978 in Tafertshofen wechselten alle Musiker der Jugendkapelle in die Blaskapelle. Die Gründung der jetzigen Jugendkapelle kann wohl auf den 28. August 1978 datiert werden. Mit den in Ausbildung befindlichen Zöglingen begann Dirigent und Ausbilder Bernhard Miller an diesem Tag mit einer ersten Probe einen Neuaufbau. Der erste öffentliche Auftritt fand schon kurze Zeit später mit 11 Musikanten am 16. September 1978 beim Stadtfest  in Thannhausen statt. Von nun an ging es stetig bergauf. Nach einem Ausflug ins „Alpamare“ nach Bad Tölz spielte man im Juli 1979 bei einem Kindergartenfest in Münsterhausen groß auf.

Wer die Jugend für sich gewinnt, dem gehört die Zukunft!
Dieser Prämisse waren sich die Verantwortlichen der Musikkapelle schon relativ früh bewusst. Bereits im Jahre 1951, in einer Zeit, in der so manche Musikkapelle nach den schweren Jahren des 2. Weltkrieges am Neuanfang stand, wurde in Münsterhausen mit der Ausbildung von Jungbläsern begonnen und eine Jugendkapelle aufgebaut. Der ehemalige Militärmusiker Jakob Treitz leistete unermüdliche Jugendarbeit und trat mit seinen „Schülerkapellen“ jährlich mehrmals an die Öffentlichkeit. So auch am 11. November 1951 im „Sternsaal“ in Thannhausen. 11 Jungmusiker sind aus Münsterhausen dabei und bilden den Grundstock der entstehenden Jugendkapelle Münsterhausen: Anton Höck, Josef Miller, Klemens Hafner, Josef Bussinger, Ernst Fahrenschon, Georg Kriener, Werner Veit, Josef Swoboda, Josef Ils, Paul Hartinger und Eugen Miller. 1955 wurden alle Jungbläser in die Blaskapelle integriert. In den folgenden Jahren wurde nur vereinzelt und bei „Bedarf“ ausgebildet. 
1965 startete man einen Neuaufbau, wiederum auf Betreiben von  Jakob Treitz. Über ein Dutzend interessierter Jugendlicher bildeten damals den Grundstock für eine eigenständige, spielfähige Jugendkapelle. Bereits drei Jahre später, 1968 nahm die Kapelle beim 11. Bezirksmusikfest in Wattenweiler beim Wertungsspiel teil. Leider gab es nur einen „2. Rang“. Im Jahr 1969 wurde die Jugendkapelle durch die Aufnahme der Jungmusikanten in die Blaskapelle aufgelöst.

Musikkapelle

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Nach zwanzig Jahren übergibt Ende 2000 der staatlich anerkannte Dirigent und Musiklehrer Bernhard Miller den Taktstock an Patrick Scheel. Im Rahmen des Bezirksmusikfestes in Breitenthal beteiligt sich die Kapelle erstmals an einem Marschmusikwettbewerb unter Leitung von Patrick Scheel und erzielt auf Anhieb einen „1. Rang mit Auszeichnung“. 2001 wird Werner Veit zum  Ehrenmitglied ernannt. Werner Nachtrub wird wieder 1. Vorstand. Ein besonderes Ereignis war sicherlich der „1. Sänger- und Musikerbiergarten“ am 6./7. Juli 2002 , der zusammen mit dem Gesangverein Münsterhausen organisiert wurde. Leider spielte der Wettergott nicht mit, so dass die Festivitäten kurzerhand in die Mehrzweckhalle verlegt werden musste. Dies tat der guten und fröhlichen Stimmung allerdings keinen Abbruch. In Kemnat wird „130 Jahre Blasmusik“ gefeiert. Dabei ist man beim Sternmarsch. Unvergessen bleiben wird auch der Umzug zur Aufführung „Wilhelm Tell“ auf der „Allgäuer Freilichtbühne“ in Altusried. Im Rahmen des Jahreskonzertes werden im Dezember 2002 Roman Deisenhofer und Klemens Hafner zu Ehrenmitgliedern ernannt. Manfred Miller übernimmt ab September 2002 die Kapelle als Dirigent. Patrick Scheel leitet künftig die Jugendkapelle. Das 3. Marktfest im Jahr 2003 wird von der Kapelle mitgestaltet, ebenso wie der 50. Geburtstag von H.H. Pfarrer Mirco Cavar. Das hohe musikalische Leistungsvermögen stellen die Musiker beim Jahreskonzert mit der Intonation von „Tirol 1809“ von Sepp Tanzer eindrucksvoll unter Beweis. Mit einer Bläsergruppe wird die „100-Jahr-Feierdes Obst- und Gartenbauvereines Münsterhausen musikalisch umrahmt. Zum 100. Geburtstag von Josef Kalchschmid, dem ältesten Bürger der Marktgemeinde, gratulieren Ende Dezember die Musiker mit einem Ständchen. Der Neubau des eigenen Musikerheimes steht ganz im Zeichen des Jahres 2004. Trotzdem wird das Musizieren nicht vernachlässigt, denn bei den Wertungsspielen werden beachtliche Ergebnisse erzielt. Die Vorstandschaft fasst den Beschluss das Bezirksmusikfest im Jahr 2006, anlässlich des 200-jährigen Bestehens, auszurichten. Peter Huber wird 2005 zum neuen 1. Vorstand gewählt, sein Stellvertreter wird Gerd Miller. Die Einweihung des neuerbauten Musikerheimes feiert man angemessen am 25. und 26. Juni. Im Juli gastiert man beim „Großen Mindelfest“ mit „Mindelstechen“ in Burtenbach und spielt dabei am Samstagabend gepflegte Blasmusik. Das Jahr 2006 wird als Höhepunkt in die Chronik der Musikvereinigung eingehen. Als Ausrichter des 40. Bezirkmusikfestes im Bezirk 11 Krumbach – Tisogau stellen die Musikerinnen und Musiker ein Programm der Extraklasse auf die Beine. Nach den Wertungsspielen am 06. und 07.05. zeigt sich Münsterhausen vom 14.07.- 17.07. als Mittelpunkt der heimischen Blasmusik. Der Freitag steht mit der „Radio 7 Party-Nacht“ ganz im Zeichen der Jugend, während am Samstag mit einem Sternmarsch der Nachbarkapellen aus Kemnat, Burtenbach, Thannhausen und Edelstetten und dem Festakt im Musikheim der offizielle Teil eröffnet wird. Im Anschluss heizt die ShowbandHerz-As“ dem Publikum im voll besetzten Festzelt kräftig ein. Der Sonntag beginnt mit einem Festgottesdienst im Zelt, welcher von der Jugendkapelle und dem Gospel-Chor „Common Voices“ umrahmt wird. Anschliessend spielen die Münsterhausener Jungmusiker, sowie die Jugendkapellen Mindeltal und Mindel-Zusam zum Mittagstisch auf. Am Nachmittag unterhält der MV Edelstetten das Publikum bei Kaffee und Kuchen. Nach dem Marschmusikwettbewerb startet am frühen Abend der große Festumzug mit über 60 teilnehmenden Gruppen durch Münsterhausen. Danach folgte das Highlight des Musikfestes: Der Guiness-Weltrekord Versuch mit dem größten Tuba-Ensemble der Welt. Es galt den bisherigen Rekord von 134 Tubisten zu übertreffen. Allen Anwesenden bot sich ein imposantes Bild, als 202 Tubisten auf ihren Instrumenten den Marsch „Them Basses“ spielten. Am Abend unterhielt der Musikverein Neuburg/Kammel die zahlreichen Gäste. Den Schlusspunkt am Montag setzte ein Politischer Abend mit dem Bundesminister f. Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Horst Seehofer und unserem Bundestagsabgeordneten und Schirmherrn der Veranstaltung Dr. Georg Nüßlein. Für die musikalische Gestaltung sorgten die „Egerländer Schwaben“. Im Herbst wurde zum ersten Mal zur Hitparade der Blasmusik eingeladen, welche seither jährlich stattfindet. Bei der Generalversammlung 2007 wird Peter Huber im Amt bestätigt, sein Stellvertreter wird Thomas Drexel, der schon von 2003 – 2005 dieses Amt ausübte. Für den aus beruflichen Gründen verhinderten Dirigenten der Jugendkapelle könnte der Berufssoldat Marc Steigerwald als Ersatz gewonnen werden. Im Juli wirkte die Musikkapelle beim Bezirksmusikfest in Aletshausen wieder einmal im Marschmusikwettbewerb mit. Unter dem Stabführer Simon Miller erreichte die Kapelle auf Anhieb einen „ausgezeichneten Erfolg„. Im März 2008 nimmt die Musikkapelle auf Einladung ihres Ehrendirigenten Bernhard Miller an einem Gemeinschaftskonzert in Edelstetten mit dem örtlichen Musikverein teil. Im darauf folgenden Monat steht das Bezirksmusikfest in Ziemetshausen auf dem Programm. Bei den Wertungsspielen erreichen die Musikerinnen und Musiker unter ihrem Dirigenten Manfred Miller erstmals in der Geschichte einen Ausgezeichneten Erfolg in der Oberstufe. Genauso erfolgreich verlief die Teilnahme am Marschmusikwettbewerb. Unter Stabführer Simon Miller gelang in der Schwierigkeitsstufe B ebenfalls ein Ausgezeichneter Erfolg mit der höchsten Punktzahl aller teilnehmenden Kapellen. Nebenbei umrahmte die Musikkapelle den Festakt und die Jugendkapelle nahm am Tag der Jugend im Festzelt teil. Im Juni stand das Marktfest auf dem Programm, das aufgrund des Jubiläums „25 Jahre Wiedereinweihung der Kapelle“ in Reichertsried stattfand. Hier trat man nicht nur als einer der Hauptorganisatoren auf, sondern umrahmte auch mit der Gast- und Partnerkapelle „MV Westerwaldklänge Asbacher Land“ den Samstag Abend. Zwei Wochen später durfte auf dem Pfarrfest unserem Pfarrer Mirco Cavar zum 25-jährigen Priesterjubiläum gratuliert werden, hierbei unterhielt man die zahlreichen Gäste beim Mittagstisch. Im Herbst stand dann noch die Hitparade und im Dezember das Jahreskonzert auf dem Programm. Bei diesem „Saisonabschluss“ konnten wir unserem allseits beliebten Klarinettisten Hermann Pfannenstiel zu seinem 50-jährigen Musikerjubiläum gratulieren und ihm die Ehrenmitgliedschaft verleihen.
Im Jahr 1990 erschien die erste Ausgabe des „Musik-Journals“. Musikalisch umrahmt wird im gleichen Jahr die Fahnenweihe des Soldatenvereins. Das Jahr 1991 war ein sehr ereignisreiches Jahr. Zum erstenmal wurden  mit den Jungmusikanten Stefan Huber und Michaela Bisle Jugendvertreter in die Vorstandschaft aufgenommen. Im Mai gestaltet die Blaskapelle zusammen mit der Jugendkapelle und dem Gesangverein einen „Musikalischen Gemeindeabend“ zugunsten der Pfarrheimrenovierung. Dr. Karl Gaa wird 1991 neuer 1. Vorstand. Zum ersten mal konzertieren die Musiker in der neuen Mehrzweckhalle der Grundschule. Das sogenannte „Neujahrs-Anspielen“ wird 1991 mit großen Erfolg eingeführt und seither gepflegt. In der Mehrzweckhalle findet im März 1992 das 1. Starkbierfest, umrahmt von der Musikkapelle mit einem Wunschkonzert statt. Im Mai steht die Einweihung des renovierten Pfarrheimes an. Beim 29. Bezirksmusikfest in Attenhausen erzielt man in der Mittelstufe nach nur dreiwöchiger Vorarbeit einen „1. Rang mit Belobigung“. Zünftige Blasmusik boten die Musiker 1993 beim Starkbierfest in Eichenau, ebenso wie beim Marktfest in Burtenbach. Die Einweihung des Schützenheimes beging man 1994 unter den Klängen der Musikkapelle. Mit mehreren Standkonzerten und einem Festakt mit Chronikvortrag, Festreden und Ehrungen feiert man im Jahr 1995 in Münsterhausen „190 Jahre Blasmusik“. Josef Miller wird dabei zum Ehrenvorstand ernannt, Ernst Fahrenschon, Karl Denk und Georg Kriener zu Ehrenmitgliedern. Im Dezember traten die Jugendkapelle und die Blaskapelle zusammen als imposanter, gemeinsamer Klangkörper beim Konzert auf. Gepflegte Blasmusik spielt man zudem beim „Waldfest“ des Musikvereins Burtenbach. In Edelstetten im Gasthof „Bischof“ wird im April mit dem Musikverein Edelstetten ein Gemeinschaftskonzert durchgeführt. Seit 1997 findet alljährlich im Mai ein Konzert der in Ausbildung befindlichen Zöglinge im Pfarrheim statt. Erwin Haider wird bei der Generalversammlung 1997 zum neuen 1. Vorstand gewählt. Im selben Jahr wird eine Gesangs- und Beschallungsanlage angeschafft. Das verstärkte Engagement in der Unterhaltungsmusik fand bei den Musikerinnen und Musikern sowie dem Publikum eine gute Resonanz.
Roman Deisenhofer wird 1981 zum 1. Vorstand gewählt. Als Stellvertreter mit Rat und Tat zur Seite steht im der jahrelange 1. Vorstand Josef Miller. Im Mai 1981 veranstaltet man zusammen mit dem Gesangverein Münsterhausen unter der Leitung von Wolfgang Tarter im „Siebenschwabensaal“ ein Frühjahrskonzert.  Das 110. Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Münsterhausen wird von der Kapelle im Jahr 1982 musikalisch umrahmt. Das Jahr 1983 war geprägt durch die Ausrichtung des 20. Bezirksmusikfestes in Münsterhausen zum 175jährigen Bestehen. 34 Kapellen nahmen am Wertungsspiel teil. Die Gastkapelle aus Bühl/Tübingen und der Festzug werden ebenso wie ein Sondergastspiel der „Südwest Starparade“ mit Eve Milan, den „Moldau-Mädels“ und der „Laub`ner Blasmusik“ samt Moderator Georg Sternberg  als beeindruckendes Erlebnis im Gedächtnis  bleiben. Der Musikverein Bühl/Tübingen feiert 100 Jahre. Die Musiker sind dabei Patenkapelle und knüpfen erste Kontakte zum Schützenverein Bad Berleburg. Im August des darauffolgenden Jahres fährt man  für zwei Tage nach Bad Berleburg, gibt ein Standkonzert und umrahmt ein Sommernachtsfest mit zünftiger Blasmusik. Trotz großer Belastung (3 Stunden Marschmusik bei hochsommerlichen Temperaturen) war für die Aktiven der Musikvereinigung die Teilnahme beim „Internationalen Blumenumzug“ in Gerardmer (Frankreich/Vogesen) ein großes Erlebnis. Über 100.000 Zuschauer säumten die engen Straßen des kleinen französischen Städtchens, um die farbenprächtigen lebensgroßen Figuren aus gelben Narzissen bestaunen zu können. Blaskapellen aus Belgien, der Schweiz, Österreich, den Niederlanden, aus Frankreich und Deutschland sorgten für die musikalische Umrahmung. Die 56 Mann starke Münsterhauser Kapelle bot dabei in ihrer original schwäbischen Tracht ein prächtiges Bild. Bereichert wurde die Kapelle durch eine Frauengruppe, die voraus mit einem Blumengebinde für einen zusätzlichen Blickfang sorgte. Beim traditionellen Gartenfest der Freiwilligen Feuerwehr Münsterhausen unterhält man mit einem neu einstudierten Unterhaltungsprogramm. 1987 wird Werner Nachtrub zum neuen 1. Vorstand gewählt. 1988 war das Jahr der Einweihungen in Münsterhausen. Im Juli wurde die neue Tennisanlage, im September das neue Feuerwehrhaus und im Oktober die neue Grundschule mit Mehrzweckhalle eingeweiht. All diese Feierlichkeiten ohne Blasmusik? Undenkbar. Im Rahmen des Frühjahrkonzertes werden Ignaz Nachtrub und Josef Ils zu Ehrenmitgliedern ernannt. Musikalisch umrahmt wird 1989 die Installation von H.H. Pfarrer Mirco Cavar. Ebenfalls dabei waren die Musiker bei der 100-Jahr Feier des Gesangverein Münsterhausen. Beim Herbstfest der Freiwilligen Feuerwehr Münsterhausen gestalten die Musiker den Samstagabend mit bester Unterhaltungsmusik. Beim 36. Gauschießen mit Fahnenweihe des Schützenvereins „Edelweiß“ war man Festkapelle.
Der langjährige 2. Vorstand Josef Miller wird 1970 zum 1. Vorstand gewählt. Musikalisch ging es – nicht zuletzt durch die Verstärkung der Jugend – steil nach oben. Die „Pro Musica-Plakette“ – die höchste Auszeichnung an Musikvereine für die in langjährigem Wirken erworbenen Verdienste um die Pflege des instrumentalen Musizierens und damit um die Förderung des kulturellen Lebens-  wird der Kapelle im Jahr 1971 im Kaisersaal der Benediktinerabtei Ottobeuren durch Innenminister Dr. Bruno Merk im Auftrag vom damaligen Bundespräsidenten Dr. Gustav Heinemann verliehen. Sicherlich ist dies der markanteste Punkt in der langjährigen Geschichte der Münsterhauser Musiker. Eugen Miller, damals Schriftführer und Chronist, hatte in mühevoller Arbeit Aufzeichnungen, Unterlagen und Dokumente gesammelt, um einen erfolgreichen  Antrag zur Erlangung dieser einmaligen Auszeichnung stellen zu können. Eugen Miller ist jetzt Bundesbeauftragter des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM) für die „Pro Musica-Plakette“. Ein weiterer Höhepunkt im Jahr 1971 war sicherlich die Ausrichtung des 13. Bezirksmusikfest zum 165jährigen Bestehen. Im Rahmen der Feierlichkeiten werden Michael Kaiser zum Ehrenvorstand, Jakob Hafner, Roman Deisenhofer sen., Xaver Hofmiller und Johann Brantsch zu Ehrenmitgliedern ernannt. Die Fördermedaille des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM) verliehen bekamen Kaspar Holzmann und Anton Schwarzkopf. 29 Musikkapellen nahmen beim Wertungsspiel teil. Ein Galakonzert mit der Bayerischen Bereitschaftspolizei, Festabend – gestaltet durch die Patenkapelle Thannhausen – , als Gastkapelle die Stadtkapelle Lohr/Main, Weckruf, Festgottesdienst, Gemeinschaftschor und Festzug ließen das Fest zu einer Demonstration für die Blasmusik werden. Angespornt durch die sehr guten Resultate bei den vergangen Wertungsspielen wagte man den Versuch, sich einmal in der Oberstufe zu messen. Altmusiker Karl Veit wird 1974 zum Ehrenmitglied ernannt. Zusammen mit den Musikern aus Billenhausen gestaltet die Kapelle 1975 unter dem Motto: „Wenn die Dorfmusik spielt“ den Dienstagabend beim Thannhauser Volksfest. Die Kapelle wirkt beim „ACV-Umzug“ in Augsburg mit und spielt nach dem Umzug auf dem „Herbst-Plärrer“ im Festzelt auf.  Musikalisch gestaltet die Kapelle im Jahr 1976 die Einweihung der neu errichteten Kirche in Burtenbach und die Kindergarteneinweihung in Münsterhausen. Höhepunkte nach einem ruhigen Jahr 1977 sind ein „1. Rang mit Auszeichnung“ bei den Wertungsspielen in Kemnat und die Gestaltung eines Musikerballes in Burtenbach im Januar 1978. Unter der Leitung von Hermann Pfannenstiel wird dabei bis um 3 Uhr in der Früh musiziert. Ein Erlebnis war auch die erstmalige Teilnahme beim Faschingsumzug in Lauingen. Dazu hatte man sich extra passende Leibchen und Hüte angeschafft. Im gleichen Jahr werden die Musiker der Blaskapelle mit einer neuen Tracht eingekleidet. Die alte Tracht aus dem Jahr 1954 war doch etwas in die Jahre gekommen und erneuerungsbedürftig. Markanter Punkt war im Oktober 1980 sicherlich das Herbstkonzert, bei dem Jakob Treitz nach 31jähriger Dirigententätigkeit den Taktstock an Bernhard Miller übergab. Jakob Treitz wird für seine Verdienste zum Ehrendirigenten ernannt.
Nach 31jähriger Tätigkeit als Vorstand trat Eugen Miller in der Generalversammlung am 10. Februar 1951 aus Altersgründen zurück, die Versammlung ernannte ihn zum Ehrenvorstand. Sein Nachfolger wird Georg Baumeister. Im selben Jahr kann der ehemalige Militärmusiker und  Musiklehrer Jakob Treitz aus Burtenbach als  musikalischer Leiter gewonnen werden. Im Anschluss an das Feuerwehrfest am 18. Mai 1952 und dem Bezirksmusikfest in Wattenweiler am 25. Mai 1952 stehen Sommernachtsfeste in Reichertsried, Ständchen, das Spiel an Fronleichnam, Volkstrauertag, Theaterumrahmungen, Faschingsveranstaltungen und Faschingsbälle der Sportler, Schützen, Feuerwehr, Musiker und Soldaten im Programm des Jahresablaufes. Am 29. November 1953 findet das erste Gemeinschaftskonzert mit dem Musikverein Bleichen und seinem unvergessenen Dirigenten H.H. Pfarrer Josef Heinzelmann im „Steigsaal“ statt. Eine Reihe dieser Gemeinschaftskonzerte sollten abwechslungsweise in Bleichen und Münsterhausen bis Anfang der 70er Jahre folgen. Bereits im Juli 1954 wurde die Musikkapelle als erste Kapelle des Bezirkes 11 (ASM) mit einer „original schwäbischen Tracht“ eingekleidet. Die Tracht, die inner- und außerorts großen Anklang findet, wurde entworfen von Kunstmaler Becherer aus Füssen und Heimatpfleger Dr. Alfred Weitnauer aus Kempten. Im gleichen Jahr wird durch die Aufnahme von passiven Mitgliedern die „Musikvereinigung seit 1805 Münsterhausen“ ausgerufen und eine neuerstellte Satzung genehmigt. Das 5. Bezirksmusikfest des Bezirkes 11 (ASM) wird an die Musikvereinigung Münsterhausen vergeben und läuft in den Pfingstfeiertagen 1955 über die  Bühne. 16 Kapellen nahmen dabei an den Wertungsspielen teil. Dabei erzielten die Musiker mit der „Spielmusik aus Schwaben“ von Regner ein „vorzüglich“. Die Festtage schilderte Wertungsrichter Anselm Holzhey, Bundesmusikdirektor aus Buchloe im Vorwort seines Wertungsberichtes treffend wie folgt: „Die Musikvereinigung Münsterhausen verband mit dem Bezirksmusikfest ihr 150jähriges Stiftungsfest und hat alles aufgeboten, die Veranstaltung bestens durchzuführen. Unter der Schirmherrschaft von Landrat Dr. Rothermel gilt allen verantwortlichen Männern, an der Spitze Bürgermeister Kaiser, Vorstand Baumeister und Herrn Gasser herzlichen Dank. Der Festabend hatte seine eigene Note, erfreute mit geschmackvollen Darbietungen und war in der schönen Tracht der Kapelle auf Volksmusik und Volkstum ideell eingestellt. Die unermüdliche Arbeit von Dirigent Jakob Treitz, Schriftführer Veit und allen Kameraden der Kapelle war ein schöner Erfolg beschieden und können alle auf ein schön verlaufenes Fest zurückblicken. Eine seltene und erfreuliche Bereicherung des Festabend bot die Tanzgruppe mit ihren schönen Trachten und Volkstänzen, sowie einem Kunsttanz.“ Bürgermeister Michael Kaiser wird 1956 zum 1. Vorstand gewählt, Erich Ottenschläger tritt die Nachfolge von Jakob Teitz als Dirigent an. Beim 6. Bezirksmusikfest in Krumbach stellt man sich wieder den Wertungsrichtern und erringt ein „sehr gut“ mit der Ouvertüre „Bonne Fortune“ von Leewen. Im Frühjahr 1958 vollzieht sich wieder ein Dirigentenwechsel. Jakob Treitz wird zurückgeholt und erzielt zusammen mit seinen hochmotivierten Musikern beim Bezirksmusikfest in Freihalden auf Anhieb einen „1. Rang mit Auszeichnung.“
Im  Jahr 1920 schafften die noch vier übriggebliebenen Musiker Eugen Miller, Kaspar Jaser, Georg und Sebastian Maier, die wieder ein Häuflein junger Leute um sich sammelten und zu neuem musikalischen Tun und Streben begeisterten, einen Neuanfang. Sie gründen  im November 1920 eine Musikgesellschaft unter dem Namen „Blechmusikgesellschaft Münsterhausen“. Ein Darlehen vom Darlehenskassenverein in Höhe von 2.200 Mark wird  zur Anschaffung neuer Instrumente aufgenommen. Musiklehrer Richard Wegner aus Augsburg wird musikalischer Ausbilder und übernimmt die Leitung der wöchentlichen Proben. Bei der Hochzeit von Josef Kaltenegger und Ida Drexel am 30. April 1923 zahlt das Brautpaar 135.000 Reichsmark in die Vereinskasse.  Nach knapp zwei Jahren übernimmt der nach Münsterhausen versetzte Lehrer Josef Gasser die musikalische Leitung der Kapelle. Zeugnis der regen Vereinstätigkeit in den folgenden Jahren sind alljährlich konzertante Veranstaltungen und als Höhepunkt im Jahr 1927 die Teilnahme beim Musikfest in Krumbach, wo man  in der Mittelstufe mit „sehr gutem Erfolg“ bestehen konnte. Warum im Jahr 1930 eine „Musikvereinigung Münsterhausen“ als Nachfolgerin der „Blechmusikgesellschaft Münsterhausen“ gegründet wurde, ist leider nicht mehr genau nachvollziehbar. Ein Unterstützungsgesuch von Vorstand Eugen Miller an den „hochwohllöblichen Gemeinderat“ vom 18. August 1930 gibt allerdings Anhaltspunkte. Hier heißt es wörtlich: „Am Sonntag, den 17. August 1930 haben wir eine Musikvereinigung gegründet, die sich unter anderem als Hauptziel gesetzt hat, der Gemeinde Münsterhausen eine Musikkapelle zu sichern, mit der zu jeder Zeit auch an die Öffentlichkeit getreten werden kann. Die bisherige Kapelle war leider sehr unvollständig und zum größten Teil sind auch die Instrumente unbrauchbar geworden, so dass die neugegründete Musikvereinigung gezwungen ist, Neuanschaffungen von Instrumenten zu machen, … weshalb wir den hochwohllöblichen Gemeinderat bitten, uns eine Unterstützung von ca. 600 Mark zu gewähren.“ Die Gemeinde genehmigt einen Zuschuss von 400 Mark, der Preis der beschafften Instrumente betrug 1.400 Mark. Leiter der Musikvereinigung wird fortan der erst 18jährige Hermann Maier. Er begann seine musikalische „Karriere“ mit 14 Jahren als Trompeter der Musikvereinigung Thannhausen. Anfang der 30er Jahre studierte er zwei Semester Trompete am Konservatorium Augsburg. Seit 1932 dirigierte Hermann Maier zudem die Blaskapelle Burtenbach. Zum Vorstand wurde 1930 Eugen Miller gewählt. Von einem regen Vereinsleben zeugen in der Folgezeit die lückenlos vorhandenen Protokolle bis zum letzten Eintrag am 28. Dezember 1941. Die so erfreuliche Aufwärtentwicklung wurde durch den 2. Weltkrieg erneut unterbrochen. Wieder musste von den Musikkameraden einer nach dem anderen zum Kriegsdienst einrücken. Die Zurückgebliebenen hatten die traurige Aufgabe, den Gefallenen der Gemeinde die letzte Ehre zu erweisen. Unser Ehrendes Andenken gilt hier fünf Musikkameraden, die Opfer des mörderischen Krieges wurden. Der totale Zusammenbruch am Kriegsende schien auch das Ende der Musikgesellschaft zu bedeuten. In aller Stille aber wurde erneut mit dem Aufbau begonnen. Die gelichteten Reihen wurden wieder gefüllt, neue Instrumente angeschafft, junge Kameraden ausgebildet. Wiederum führte ein Lehrer mit Hingebung und Eifer die Kapelle aus den größten Nöten heraus. Oberlehrer Franz Steber half mit selbstgeschriebenen Noten und leitete Ausbildung und Proben so lange, bis die Kapelle wieder auf eigenen Füßen stand.
Einen deutlichen Beweis einer Musiziergemeinschaft liefern uns aber wiederum  die Jahresabrechnungen der „Reichen Zunft“. Diese Rechnungen sind von 1804/1805 bis 1836/1837 vollzählig vorhanden und enthalten stets Angaben über Aufwendungen für „Musikanten am Jahrtag“ oder den „Musikanten für das Aufspielen auf der Hörberg“. Aufgrund dieser Zunftrechnungen wird die Gründung der Kapelle auf das Jahr 1805 zurückgeführt. Wie heute war schon damals die Kapelle am Vereins- und Gemeindeleben rege beteiligt, wie aus zahlreichen Zeitungsberichten  und Aufzeichnungen zu entnehmen ist. Exemplarisch sei hier die Niederschrift des Leonhard Ritter (Gemeindevorsteher) vom 27. Juni 1849 über die im Jahre 1843 erfolgte Gründung des hiesigen „Veteranen- und Militärvereins“ genannt. Dort  heißt es wörtlich u. a. : „Zweck des Vereins wars, alljährlich am Pfingstdienstag vom Vereinslokal aus geschlossen in Reih und Glied unter Vorantritt der Musik in die Pfarrkirche zu marschieren.“ Nach der Primiz von H.H. Michael Hofmiller mit Musik wird 1854 das Bürgermilitär lt. Kgl. Bayr. Verordnung aufgelöst. Die Musikkapelle nennt sich daraufhin „Harmonie- und Blechmusik-Gesellschaft“. Eine ganze Reihe von Namen aus dieser Zeit sind uns noch bekannt: Eugen Miller (gleich in vier Generationen), Peter Miller, Theodor Miller, Fidel Miller, Alex Miller, Anselm Lachenmeier, Anton Kaiser, Augustin Gumpinger, Johann Unsinn und dann später vor allem Georg Brenner, geboren 1850 in Ursberg und bis 1918 Trompeter und  Dirigent der Münsterhauser Musiker. Lt. Annonce im „Krumbacher Boten“ fand am 23. Februar 1858 eine „Tanz-Musik“ beim „Lammwirth“ Jakob Keppeler statt. Leonhard Ritter wird im Jahr 1860 zum Bürgermeister gewählt und findet Mittel und Wege für die Anschaffung von Instrumenten und Noten. Nun geht es stetig aufwärts, wie aus einer ganzen Reihe von Annoncen im „Krumbacher Boten“ belegt sind. Die Kriege 1866 und 1870/1871 störten die Weiterentwicklung der Musikkapelle nicht im geringsten; sie förderten sie eher noch durch die vermehrten Anlässe zum Festefeiern, Vereine gründen und Fahnenweihen abhalten. Es ging mit großem Elan weiter, wie die Annonce vom „Adler-Wirth“ Karl Keppeler über das große „Ernte-Fest“ mit Tanzmusik am Sonntag Nachmittag, dem 27. August 1871 vermuten lässt. Am 7. September 1879 ist die Kapelle beim Weckruf, Festgottesdienst und Festzug der Fahnenweihe des hiesigen Militärvereins im Einsatz. Etwas erheitert lesen wir die Anzeige vom 29. Juni 1882, bei der am Fest Peter und Paul der Bierbrauer Xaver Würstle zu einer „Unterhaltungs-Musik mit Holderküchel-Partie“ auf den neuangelegten Steigberg um 3 Uhr nachmittags einlädt. Wie aus zahlreichen dokumentierten  Zeitungsberichten der damaligen Zeit zu entnehmen ist, genoss die „Blechmusikgesellschaft Münsterhausen“ auch außerhalb der Gemeinde einen sehr guten Ruf. So fungierte die Musikkapelle Münsterhausen bei der Fahnenweihe der Freiwilligen Feuerwehr Oberwaldbach im Jahre 1891 als Festkapelle. Nach der Jahrhundertwende werden die Aufzeichnungen spärlicher. Die Eröffnung des neuerbauten Wasserwerkes in Reichertsried mit Musikunterhaltung am Kirchweihmontag, dem 17. Oktober 1910 und die musikalische Umrahmung des 40jährigen Gründungsfestes der Freiwilligen Feuerwehr Münsterhausen im Jahre 1912 beweisen aber, dass es weiterging. Der 1. Weltkrieg in den Jahren 1914/1918 fordert auch von  den Mitgliedern der Musikkapelle ihren Tribut. 1918 kam noch dazu, dass Schäfflermeister Georg Brenner wegen eines Zungenleidens seine Trompete auf die Seite legen musste. Die Kriegsgefangenenheimkehrer konnten am Ostermontag, dem 4. April 1920 noch zur Kirche geleitet werden und auch die Feier im Gasthaus Kaltenegger lief mit „festlich vorgetragenen Musikstücken“ ab. Danach aber gingen Theodor und Nikolaus Miller nach Augsburg, Anselm Lachenmaier, Anton Kaiser, Augustin Gumpinger und Johann Unsinn schieden als Musiker aus und so mussten neue Kräfte angeworben und ausgebildet werden.
Älteste Kunde einer in Münsterhausen gepflegten Bläsermusik geben uns einzelne Aufzeichnungen und Überlieferungen, die bis in die Zeit des 30jährigen Krieges zurückreichen. So hatte am 19. September 1632 der hiesige Schlossherr Freiherr von Leonrod eine vornehme Jagdgesellschaft zu Gast, die bei einem Umtrunk im Wald den Hörnermelodien der einheimischen Musikanten lauschte. Ob diese Musikanten in herrschaftlichen Dienst standen, ist nicht bekannt. Einer noch vorhandenen Jahresabrechnung der laut Zunftbuch bestehenden „Reichen Zunft“ (Bräuer, Metzger, Müller, Bäcker) von 1693 entnehmen wir, dass beim alljährlichen Jahrtag neben verschiedenen Ausgaben für Gottesdienst an den Herrn Pfarrer, Schulmeister, Ministranten und Chormusiker auch eine Aufwendung für „Musikanten auf der Hörberg“ gemacht wurde. In dem Abrechnungsbuch der Freiherrschaft von Heidenheim finden wir 1749 den Eintrag „…in dem Würthshaus vor dem Musicanten gleich anderen bezahlt 48 Kreuzer (Kr.)“. 1751 heißt es: „…denen Thainhauser Musicanten auf zweymahl, dabey auch die hiesigen waren gnädig angeschafftermaßen das Erstemahl 1 Gulden (fl.) 15 Kr., das 2te mahl 3 fl…“. (Anm.: Mit den „hiesigen“ sind wohl die Münsterhauser Musiker gemeint). Von berufsmäßigen Musikanten künden die pfarramtlichen Familienbücher. Dort werden der 1752 geborene Johann Georg Schlauch und dessen 1775 geborene Sohn Lorenz von Beruf als „Musikus“ bezeichnet. Im Jahr 1780 hinterließ Leonhard Meier seinen Kindern und Enkeln drei Klarinetten, eine Flöte und ein Horn. Im Jahr 1789 wird in Münsterhausen ein Pflegeamt errichtet. Die Abrechnungen daraus lauten wie folgt: 1793 „Mir denne Cor Mußigkanden zalt 15 Kr“ und „Mir denne Mußigkanden auf der Hörberg zalt 1 fl“. Am 22. April 1803 zahlt das „Bündnis Todesangst Christi“ den Musikanten 2 fl. für 2 Ämter.